Samstag, 13. Juni 2015

Orgelwanderung mit Wieland Meinhold

Eine Orgelführung der besonderen Art:
Am Sonnabendnachmittag führte der Weimarer Universitätsorganist Dr. Wieland Meinhold in einer Orgelwanderung durch die drei großen Kirchen Schönebecks, durch St. Johannis, St. Marien und St. Jakobi.

Wieland Meinhold am Spieltisch der Rühlmann-Orgel
der St.-Johannis-Kirche in Bad Salzelmen. "Ich setze
mich mal so auf die Orgelbank", sagte der Organist",
gestellte Fotos mit den Händen an den Tasten und
dem Blick zur Kamera gibt es doch schon zur Genüge".

Die Aussicht auf einen unmittelbaren Vergleich der drei Schönebecker Orgeln ließ zahlreiche Schönebecker die Hitze des Sommertages mit der wohltuenden Kühle der St.-Johannis-Kirche in Bad Salzelmen tauschen, der ersten Station der Orgelwanderung. Wieland Meinhold führte in den jeweiligen Kirchen die Zuhörer selbst in das von ihm zusammengestellte Programm ein. Auf der 1914 gebauten Rühlmann-Orgel der Bad Salzelmener St.-Johannis-Kirche erklang Orgelmusik aus Skandinavien, auf der 1986 gebauten Nußbrücker-Orgel der St.-Marien-Kirche barocke Orgelmusik aus Italien und auf der Rühlmann-Orgel der St.-Johannis-Kirche aus dem Jahr 1907 dann Musik aus Frankreich. Mit dieser Auswahl berücksichtigte Wieland Meinhold die Eigenschaften der Orgeln. "Jede Orgel hat ihre Seele, ihren eigenen Charakter", sagte er und fügte hinzu, "deshalb spiele ich die romantische Musik auf den weich klingenden romantischen Rühlmann-Orgeln, während auf der modernen Orgel der Marienkirche mit ihrer silbrigen Stimmung am besten die reich verzierte Barockmusik klingt".

In der St.-Johannis-Kirche fügte Meinhold nach einigen Kirchenchorälen dänischer Orgelkomponisten des 19. und  20. Jahrhunderts eine eigene Komposition ein, die sich deutlich vom vorhergehenden romatischen Klang unterschied. In seinen "4-Orgel-Farben-Wege" legte er über Borduntöne im Hintergrund, für die er Tasten mit Holzklötzchen blockierte, ein wildes Klangspektrum, angeregt durch die im Programm auch genannten Farbeindrücke. Laute und wuchtige Klänge erfüllten die Kirche, begleitet von filigranen Soprantönen. Ein interessanter Exkurs moderner Orgelmusik in einem sonst klassischen Programm. Im abschließenden Es-Dur-Vorspiel von Sibelius nutzte Meinhold das sogenannte Schwellwerk der Orgel, einen mit Jalousiebrettern verschließbaren Teil. Durch Öffnen und Schließen der Jalousie variierte er die Lautstärke, was den Raumeindruck erhöhte. Von den Zuhörern konnte das dann wie eine sich nähernde und wieder entfernende Klangquelle wahrgenomen werden.

Die Stimmung der modernen Orgel der Marienkirche erwies sich als sehr viel klarer und deutlicher. So erzeugten Wieland Meinhold in der Bachschen Bearbeitung des G-Dur-Konzertes von Vivaldi auf den Orgelpfeifen perlende Töne, die beinahe wie ein Glockenspiel klangen, sphärische Töne, die dann in einem kraftvollen Finale endeten. In die Klangfülle des Adagios von Albinoni mischten sich dieGlocken der Marienkirche, die zum Abend-Gottesdienst riefen. Ein sehr stimmungsvoller Ausklang, auch wenn das nicht geplant war. "Nein, das hatte ich nicht von vornherein eingeplant", sagte Meinhold, "aber zu dem kräftigen Orgelstück passte es".

Zum Abschluss dann wieder eine Rühlmann-Orgel, was einen interessanten Vergleich ermöglichte. Wenn auch vom selben Orgelbaumeister geschaffen, klangen beide Orgeln unterschiedlich. Es lag wohl vor allem an der anderen Raumakustik, dass die Orgel der Jakobikirche etwas deutlicheren Klang hat. Auch hier spielte Wieland Meinhold eine eigene Komposition. Die "Hommage à Sebastien" variierte unverkennbar Motive von Bach und nutzte eine Orgelmesse als Hintergrund von fröhlicheren Melodien. Nach mal schweren und kräftigen, mal leichten französischen Orgelklängen schloss das Programm mit einem Stück, das Meinhold in seiner Einführung zu Recht als "Zirkusmusik" bezeichnete. Tatsächlich war es vor etwa 150 Jahren durchaus üblich, auf Orgeln auch Unterhaltungsmusik zu spielen oder auf Jahrmärkten auf transportablen Orgeln und Orchestrions Musik zu machen.

Wenn die Orgelkonzerte schon in Kirchen unterschiedlicher Konfessionen (ind den evangelischen Kirchen St. Johannis und St. Jakobi und in der katholischen Kirche St. Marien) stattfanden, so setzte Wieland Meinhold auch in seinen Zugaben auf die verbindende Wirkung der Musik. In St. Johannis spielte er ein katholisches Marienlied, während er in St. Marien "Geh aus mein Herz und suche Freud" von Paul Gerhardt spielte. Am Zugabe des dritten Konzertes gab es dann den Abendsegen aus "Hänsel und Gretel" – beinahe hätte man die 14 Engel von der Orgelempore herab singen hören können.

Zum Schluss blieb noch eine Frage: "Kannten Sie die Orgeln vorher schon?". Dazu sagte Wieland Meinhold: "In St. Marien hatte ich tatsächlich schon mal ein Konzert. Und in St. Jakobi kam ich vor etwa 10 Jahren zufällig mal vorbei, als Beate Besser grad spielte. Da hatte ich mich dann natürlich auch selbst an die Orgel gesetzt." Und in Bad Salzelmen? "Da reichte mir als Vorbereitung die Information, dass dort eine Rühlmannorgel steht, da weiß man so ungefähr, was man sich dort vorstellen muss". 

Zur Orgelwanderung nahmen viele der Teilnehmer die Einladung zu wandern tatsächlich an und gingen zu Fuß, andere nahmen das Fahrrad. Die erste Strecke war dann auch nicht so sehr weit, es reichte etwa eine Viertelstunde, um zur Marienkirche zu gelangen. Länger war dann der Weg in den Breiteweg zu St. Jakobi. Die Organisatoren hatten zwischendurch aber für Stärkung gesorgt: in St. Marien gab es Kaffee und Kuchen und am Ende der Wanderung wurde im Garten von St. Jakobi gegrillt. Nach den drei Konzerten hörte mal viel Zustimmung und den Wunsch, im nächsten Jahr wieder solch eine Veranstaltung durchzuführen. 

Wieland Meinhold führt in der St.-Marien-Kirche
Schönebeck durch das Programm.
Am Spieltisch der Nußbrücker-Orgel
der St.-Marien-Kirche
Einführung in den letzten Teil der Orgelwanderung.
Am Spieltisch der Rühlmann-Orgel
der St.-Johannis-Kirche

Sonntag, 31. Mai 2015

Rolf Winkler: Sphärographie, Stilleben und Haikus

Heute wurde die 10. Ausstellung des KuK 26 eröffnet: Der Fotograf Rolf Winkler aus Gommern zeigt im Gemeindezentrum St. Jakobi seine Sphärographien und Stilleben, die er mit selbst gedichteten Haikus kombiniert. Zahlreiche Gäste kamen zur Vernissage.

Rolf Winkler (rechts) bei der Eröffnung der Ausstellung

Rolf Winkler ist Physiker und hat lange Zeit in der geologischen Forschung gearbeitet. Fotografiert hat er schon seit seiner Jugend. Dabei interessierten ihn immer auch ungewohnte Blickwinkel und fotografische Experimente, aber auch Aufnahmen in der Natur.

Seine Sphärographien sind Fotos, die über die Reflexion an einer Kugel entstehen und einen ganz anderen Blick auf die Wirklichkeit geben. Während der Eröffnung der Ausstellung sagte er dazu:
Man hat sich über all die Jahre an die fotografische Abbildung gewöhnt und ist davon überzeugt, daß auf Fotos die Wirklichkeit 1 zu 1 abgebildet wird. Daß das nicht so ist, sieht man bereits bei Aufnahmen mit extremen Weitwinkeln, bei denen beispielsweise die Gesichter an den Rändern verzerrt dargestellt werden. Bei den Sphärographien ist das bis ins extreme getrieben. Im Foto sieht man (mit Ausnahme des Bereiches hinter der Kugel) den kompletten Raum abgebildet. Dies aber in einer zu den Rändern hin zunehmenden Verzerrung. Dabei entsteht das Bild bis zur digitalen Aufnahme vollkommen analog und an einem Stück, ohne es wie heute möglich, nachträglich aus einer Zahl von Einzelbildern am Computer zusammenzusetzen.
Daß die Aufnahme derartiger Fotos doch nicht so ganz einfach ist, merkte man bei Gesprächen mit Besuchern der Ausstellung. Vor allem spielt der Aufnahmestandpunkt eine entscheidende Rolle, weil bereits dadurch die Wirkung des fertigen Fotos festgelegt wird und nicht mehr zu ändern ist. Aber auch die Entfernung der Kamera, die Wahl der Brennweite, der Blende und des Schärfepunktes wollen bereits vorab bedacht sein.

Rolf Winklers großformatige Stilleben zeigen in Nahaufnahme Details aus der Natur. Oft sind es Blüten, die er für die Fotos arrangiert, mitunter auch aus der gewohnten Umgebung herauslöst. Den Fotos stellt er Haikus zur Seite, kurze dreizeilige Gedichte nach einem japanischen Versmaß. Dadurch gibt er dem Betrachter zu dem, was ansonsten "einfach nur" eine Detailsansicht der Natur wäre, seine Sicht auf das Foto mit. Mitunter ist das auch eine mit einem leisen Humor, wenn er etwa neben einem Foto von Disteln mit dem weißen Flaum ihrer Fruchtstände schreibt
ein bett zum träumen 
es kratzt und sticht sticht und kratzt
distelflaum lädt ein.

Die Ausstellung ist noch bis zum September im Gemeindezentrum St. Jakobi in Schönebeck zu sehen. Das Gemeindezentrum ist Mittwoch und Freitag von 9 bis 12 Uhr, Donnerstag von 16 bis 19 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (Tel.03928/404887) geöffnet.

Eine Auswahl von Fotos und Texten von Rolf Winkler ist 2010 unter dem Titel Was Du nicht siehst im Dorise-Verlag erschienen.


Wer wollte, konnte auf einer während der Vernissage aufgenommenen Sphärographie erscheinen und dabei gleich deren Entstehung mitverfolgen.

Aufstellung im Treppenhaus zur Aufnahme

Das fertige Foto, bei dem die einzige Nachbearbeitung im Herausschneiden der Kugel aus dem ansonsten störenden Hintergrund besteht:


Sonntag, 15. März 2015

Mensch Luther

Das Ensemble Kolorit aus Zeitz gastierte mit seinem Stück "Mensch Luther" im Saal des Gemeindezentrums St. Jakobi.
Rotraud Denecke – Katharina von Bora
Uwe Kraus – Luther
Alexander Fabisch – Cranach, Philipp Melanchthon, Erzähler
Thomas Volk – Pianist

Aus dem Publikum erhebt sich Alexander Fabisch als Museumsführer, der die Zuschauer einer Besuchergruppe gleich in Cranachs Atelier führt, welcher gerade Luthers bekanntestes Porträt anfertigt. Luther und Cranach, sehr gut miteinander befreundet, unterhalten sich geradezu sprichwörtlich über "Gott und die Welt" und ziehen dabei beide heftig vom Leder. In das kurzweilige Gespräch hinein bringt Katharina von Bora Nachrichten von Bauernaufständen. Dem geschichtskundigen Zuschauer offenbaren sich die bekannten Begebenheiten der Reformation und ihrer Wirkungen auf die Menschen der damaligen Zeit.

Katharina von Bora erwies sich als aufmerksame Beobachterin ihrer Zeit. Als Frau an Luthers Seite zeigte sie daneben auch Luthers familiäre Rolle als liebender Vater, wenn sie ihrer beiden schweres Los beklagte, mehrere Kinder verloren zu haben. 

Auch Philipp Melanchthon, ebenfalls enger Freund Luthers, fehlte nicht in diesem Kammerstück. Er war darin der philosophische Partner Luthers, der er auch im Leben war. Philosophisch dann auch der Schluß des Stücks, als der Museumsführer als Besucher aus der Jetzt-Zeit in Luthers Stube trat und mit ihm über dessen Wirkungen ins Gespräch kam.

Der kleine Exkurs in das Leben von Luther und seinen Zeitgenossen gibt einen Vorgeschmack auf das Lutherjahr 2017, das 500jährige Jubiläum des Beginns der Reformation. Vor allem aber ließ der Abend viele der doch schon hier und dort gelesenen oder gehörten Geschichten und Anekdoten rund um Luther lebendig werden. Bekannte, aber auch unbekannte Geschichten kamen ebenso auf die Bühne wie einige der berühmten Zitate Luthers.



Samstag, 14. Februar 2015

Klezmer-Konzert mit Shoshana

Klezmer-Konzert mit dem Ensemble Shoshana
Leonid Norinsky – Akkordeon, Gesang
Ina Norinska – Gesang, Percussion
Dagmar Fichtner – Violine

Das jüdische Wort Shoshana könnte man zum einen mit "die Lilie" übersetzen (was dann gleich zum heutigen Valentinstag passen würde), zum anderen ist es der Ursprung des Namens Susanna – so rücken die jüdische und die deutsche Kultur schon in so einfachen Begriffen dicht zusammen. Shoshana hatte ihr Programm mit jüdischer Musik unterschiedlichster Art und aus unterschiedlichen Zeiten gefüllt. Es reichte von traditionellen Instrumentals, die in den Familien als Melodie überliefert werden und für die es deshalb nicht einmal Noten braucht bis zu bekannten Liedern wie dem "Bei mir bist du schön". Und auch vom Temperament bot das Programm reichlich Abwechslung, von leisen, melancholischen und gefühlvollen Melodien bis zu schwungvollen und gut tanzbaren Titeln. Bei einigen Zuhörern zuckten schon die Füße und hätten die Stühle nicht so dicht gestanden, hätte da der halbe Saal wohl das Tanzbein geschwungen.

Ina Norinska führte die Konzertbesucher durch das Programm. Dabei fügte sie ab und an auch jüdische Witze ein, die sich mit Selbstironie und in Dialogsituationen mit (meist erdachten) Begebenheiten aus dem Leben des jüdischen Volkes beschäftigen oder aber mit Klischees spielen. Beim Schönebecker Publikum kam das gut an, ebenso wie auch die zum Mitsingen geeigneten Lieder. Das klappte selbst dann, wenn man sich bei einem Lied mit hebräischem Text mit einfachen Silben behelfen mußte. "Jetzt können Sie Ihren Freunden erzählen, daß Sie das erste mal jüdisch gesungen haben", sagte Ina Norinska dazu. Auch die in Akkordeon-Begleitung gesungen Lieder begeisterten das Publikum durch die Lebendigkeit der Darstellung.

Nach der Pause kehrte sofort Ruhe ein, als Dagmar Fichtner mit einem leisen Violin-Solo begann und das Publikum konzentriert lauschte. Danach ging es wieder beschwingt weiter, denn viele der gespielten Lieder waren sogenannten "Frejlachs". Auch dazu lieferte Ina Norinska gleich die Übersetzung : frejlach bedeutet fröhlich. Und das entsprach dann wohl auch dem Eindruck, den die Besucher mit nach Hause nahmen. Überhaupt war hinterher von vielen zu hören, daß es ein großartiges Konzert war. 

Übrigens war das Konzert auch das wohl bisher am besten besuchte der Konzertreihe des KuK 26. Der Saal des Gemeindezentrums war bis zum Rand gefüllt und noch bis kurz vor Beginn mußten immer weitere Stühle herangeholt werden.  


Samstag, 17. Januar 2015

Boogie-Woogie und Blues

Boogie-Woogie und Blues, mit
Christoph Hampel (p, harp)
Dirk Rutenbeck (p)
Am Wochenende standen Dirk Rutenbeck und Christoph Hampel auf der kleinen Bühne im Gemeindezentrum von St. Jakobi. Ihre flinken Finger ließen auf den Tasten des Flügels die Zeit vom Blues bis zum Boogie-Woogie wieder lebendig werden. Die Musiker moderierten den Abend selbst und gaben so auch Einblicke in die Geschichte der Stücke. Der Boogie entstand in der Blütezeit der Eisenbahn, da ist es kein Wunder, dass sich der stampfende Rhythmus der Züge auch in der Musik findet. Auf dem Programm standen Boogie-Klassiker neben der Musik aktueller Pianisten, aber auch Eigenkompositionen der beiden. So führte Rutenbeck den Boogie von der Eisenbahnromantik der Dampf- in die Diesellokzeit, als er sich am Klavier durch einen Güterzug in den Rocky Mountains inspirieren ließ.

Dirk Rutenbeck am Flügel wird von Christoph Hampel
auf der Mundharmonika begleitet.
Zu Beginn nahm Rutenbeck die Konzertbesucher aber erstmal mit in seine nordrhein-westfälische Heimat, nach Wuppertal. Natürlich war es die dortige Schwebebahn, die rumpelnd und knarzend im Boogie vorkam, und im weitesten Sinne auch eine Art Eisenbahn ist. Nach drei Stücken wechselte Hampel ans Klavier und nun schien ein Wettlauf zu beginnen, wer schneller spielen konnte. Die erste Runde ging an Hampel, der noch rasanter in die Tasten griff. Aber auch Rutenbeck stand dem nicht nach, als er den 50-Dollar-Boogie spielte und dazu erklärte, der Name gehe bestimmt auf eine Wette um 50 Dollar zurück, wer diesen Boogie schneller spielen kann. Hampel hatte auch einige Stücke von Gottfried Böttger im Programm, der durch seine Begleitung der NDR-Talkshow bekannt wurde und ein begnadeter Pianist ist. Aber auch Blues-Töne spielte er zwischendurch. Auch mal in Moll, das aber in einem solchen Tempo, daß sich die Moll-Stimmung schon wieder umkehrte. 
Zur Abwechslung spielte Rutenbeck einige Bluesstücke, die Hampel auf der Mundharmonika begleitete. Hampel beendete das Konzert mit einer mitreißenden Boogie-Adaption des Volksliedes „Der Mond ist aufgegangen“. 
Für die Konzertbesucher im voll besetzten Saal des Gemeindezentrums ging ein schöner Abend voller Musik zu Ende, den viele bald wiederholt sehen möchten.


Rutenbeck und Hampel spielten schon einige Mal in Schönebeck. Sie kennen sich aus Rutenbecks Studienzeit in Leipzig, als sie im dortigen Jazz-Keller Spizz den allwöchentlichen Boogie-Abend initiierten. Diese Verbindung ließ Rutenbeck wieder aufleben, als er für den neu gegründeten Kulturverein von St. Jakobi Ideen für Konzerte suchte. Dabei hat er als beruflich nichts mit Musik zu tun, er ist Chemiker bei der Schönebecker Chemie-Firma Schirm - Hermania. Auch wenn er vor einiger Zeit in die Ingolstädter Filiale seiner Firma gewechselt ist, bleibt er Schönebeck nicht nur beruflich verbunden und kommt sicher gern auch ein weiteres mal für ein Konzert zurück an die Elbe.
Christoph Hampel ist übrigens immer noch regelmäßig im Leipziger Spitz zu finden – dort organisiert er die Boogie-Reihe, bei der er jeden Mittwoch auch selbst auf der Bühne zu hören ist.