Sonntag, 29. Januar 2023

Schneeweißchen und Rosenrot

Heute kam Meike Kreim vom Puppentheater Papperlapapp nach Schönebeck ins Gemeindezentrum. Diesmal brachte sie Schneeweißchen und Rosenrot mit. 

Meike Kreim beim Beginn von
Schneeweißchen und Rosenrot

Der Saal war voll, bis zum Beginn der Veranstaltung wurden noch die letzten Stühle reingetragen, und als die auch schon fast alle besetzt waren, kamen noch zwei Tische in die letzte Reihe. "Da können die Kinder draufsitzen, damit sie über die Erwachsenen hinweg gucken können", sagte Johannes Beyer (was diese auch sofort machten, denn wann darf man denn sonst mal auf dem Tisch sitzen). Der Gong von Birgit Beyer erklang, einmal ("Was wollt ihr heute sehen" – "Puppentheater!"), zweimal, ("na, wisst Ihr, wie oft der Gong zu hören sein muss?) dreimal – und dann konnte es losgehen. 

Es brauchte auf der kleinen Puppenbühne nicht mal ein "Vorhang auf" – Meike Kreim kam gleich als Erzählerin auf die Bühne. Sogar den Bärenmantel hatte sie da noch an und hängte ihn erst nach der Begrüßung an den Haken. "Ihr wisst ja, dass zum Ende der Bär eine wichtige Rolle spielt", sagte sie (klar, die Kinder kannten das Märchen am besten), "aber die ganze Geschichte ging so ..." Und damit begann das Puppenspiel.

Freitag, 2. Dezember 2022

Weihnachtsoratorium in Schönebeck

Musikalische Einstimmung auf Weihnachten: das Weihnachtsoratorium für Soli, großen Chor und Barockorchester in der St.-Jakobi-Kirche Schönebeck.

Chöre des Kirchenkreises Egeln, Leitung: Carsten Miseler
Chor des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums, Leitung: Laura Pannier
Sarah Mengs – Sopran
Inga Jäger – Mezzosopran
Paul Kaufmann – Tenor
Tobias Mengs – Bariton
Saxonia Music Company
Gesamtleitung: Carsten Miseler

Jauchzet Frohlocket! Dieser Ruf am Beginn von Bachs Weihnachtsoratorium gehört unbedingt zu Weihnachten. "Man braucht nur die ersten paar Takte zu hören – schon weiß man, der Heiland kommt", begann Peter Mücksch die Konzerteinführung, während immer noch weitere Konzertbesucher in die Kirche strömten. "Bach schrieb Musik zur Ehre Gottes, in adventlicher Erwartung". Peter Mücksch gab Hinweise auf die Musik und auch auf die Bekanntheit der Melodien. "Vielleicht ist Bachs Weihnachtsoratorium auch deshalb so bekannt, weil er das Parodieverfahren anwandte und frühere Kompositionen wiederverwendete", erklärte er. Das Weihnachtsoratorium wurde von Johann Sebastian Bach ursprünglich für ausgewählte Tage der Weihnachtszeit geschrieben, es wird aber oft schon in der Vorweihnachtszeit aufgeführt. In Schönebeck kamen die ersten drei Teile zur Aufführung (vom 25. bis zum 27. Dezember), mit einem kleinen Ausflug zum Ende der Weihnachtszeit am 6. Januar, als am Ende des Konzertes zwei Stücke aus dem 6. Teil des Weihnachtsoratoriums zu hören waren.  

Als dann die Sängerinnen und Sänger in die Kirche kamen, schien der  Platz auf den Chor-Stufen kaum auszureichen, und es muss dort oben wohl auch ziemlich eng gewesen sein – über 120 Sängerinnen und Sänger kamen aus den unterschiedlichen Chören zusammen. Dabei kommt es dem Musikerlebnis zugute, dass nun schon zum dritten Mal die Schülerinnen und Schüler aus dem Carl-Hermann-Gymnasium mit ihren jugendlichen Stimmen zu den Kirchenchören hinzukommen, in denen auch viele etwas ältere Sängerinnen und Sänger singen. Der Chor gewinnt durch diese Mischung an Stimmumfang und Dynamik. Zumal der Schulchor selbst schon ein sehr leistungsfähiger ist, wie die regelmäßigen Chorkonzerte zeigen (übrigens auch gleich in der kommenden Woche am Donnerstag und Freitag das Adventskonzert). 

Montag, 31. Oktober 2022

Orgel, Drums & Light

Am Reformationstag gab es in St. Johannis in Bad Salzelmen ein besonderes Konzert, in einer gelungenen Verbindung vom Spiel der Instrumente mit vielfarbigen Lichteffekten. 

Carsten Miseler – Orgel
Julius Jung – Violine, Piano
Stephan Miseler – Cello
Vincent Thormann – Schlagzeug, Perkussion
Jürgen Groth – Lesung 
Jacob Miseler – Lichteffekte
Norman Staude – Ton und Medien
Carsten Miseler begrüßt die Konzertbesucher
in der bis zum letzten Platz vollen
St.-Johannis-Kirche, bevor er sich
auf der Empore an die Orgel setzte.

Die Ankündigung des Konzertes muss sich herumgesprochen haben, denn schon weit vor Konzertbeginn kamen die ersten Besucher, und sie kamen so zahlreich, dass am Ende auch die Sitzplätze an den Seiten der Kirche besetzt waren und noch zusätzliche Stühle herangeholt wurden."Es gibt übrigens keine schlechten Plätze", rief Carsten Miseler den Besuchern zu, "die Musik ist von überall hörbar und auch zu sehen gibt es in der ganzen Kirche etwas". Für das gute Sehen sorgte unter anderem ein großer Fernseher vor dem Altar und ein Technik-Team, das dort die Musiker mit Kameras nahe heranholte. Auch Carsten Miseler und Vincent Thormann, die sonst oben auf der Orgelempore unsichtbar geblieben wären.

In der Kirche schien es, als wäre ein wenig von dem Herbstnebel hereingeschwappt, der Bad Salzelmen und Schönebeck einhüllte. Nur waren es drinnen Spuren vom Bühnennebel, der die Strahlen der Lichttechnik besser sichtbar machte. Die bei Landschaftsfotografen so beliebte "Blaue Stunde" schien es nun drinnen zu geben, eine geheimnisvolle, Erwartungen weckende Lichtstimmung. 

Sonntag, 25. September 2022

Ausstellung Farbenspiel

Seit heute ist das Gemeindehaus von St. Jakobi wieder ein gutes Stück bunter: Der Kunstzirkel "Farbenspiel" stellt Bilder aus, die in der letzten Zeit entstanden sind.

Dieter Löwigt, Helga Wernecke, Dirk Ruttke,
Monika Grüttner, Cornelia Kallweit, Kathleen
Schwertfeger, Christina Roeder (von links)

Die Motive der Mitglieder des Kunstzirkels sind vielfältig, so wie es auch die Welt ist, auf die sie blicken. Bilder aus der Umgebung Schönebecks sind zu sehen, die Toskana erkennt man, oder auch Motive von Vorbildern wie MC Escher. Gleich prominent am Treppenaufgang hängt solch ein Bild, bei dem aus einer Brücke unter wolkigem Himmel eine Reihe von Segelschiffen wird. "Das ist ein Beispiel für Illusionsmalerei", sagt Dieter Löwigt, künstlerischer Leiter des Zirkels, "das hatten wir uns mal als Thema vorgenommen". Ein anderes Thema war beispielsweise "Feininger", erkennbar am nach Feiningers Art gemalten Barbyer Kirchturm. 

Sonntag, 15. Mai 2022

Vorschau Juni: Kieran Goss und Annie Kinsella

Am Freitag dem 10. Juni 2022 um 19 Uhr gibt es ein Konzert des Irischen Liedermachers Kieran Goss und der irischen Sängerin Annie Kinsella. Bei schönem Wetter findet das Konzert im romantischen Kirchgarten statt, auf der Freiluft-Bühne an der historischen Stadtmauer. Bei schlechtem Wetter im Gemeindezentrum. 


Es wird romatische irische Musik zu hören sein, mit Gitarre und zweistimmigem Gesang. Eine herzliche Einladung!

Hier im Video gibt es eine Probe der Musik: 



 

Dienstag, 10. Mai 2022

Gregorian Voices

Mit Kerzen in ihren Händen betreten die acht Sänger der Gregorian Voices die Schönebecker St.-Jakobi-Kirche, gehüllt in Mönchsgewänder, die Kapuzen weit ins Gesicht gezogen. Dabei singen sie ein altes Kirchenlied. Stimmung wie in einem Mittelalterfilm kommt auf. 

Im Bereich vor dem Altar angekommen (der passenderweise "Chor" heißt und auch den historisch korrekten Ort für einen Mönchschor darstellt) erklingt ein mehrstimmiges Kyrie, später auch ein Ave Maria. Den lateinischen Gesängen folgen orthodoxe Kirchenlieder. Die kräftigen Stimmen der acht Sänger füllen auch unverstärkt die Kirche aus, sind bis zum letzten Platz zu hören. 

Freitag, 15. April 2022

Musik am Karfreitag

Musik und Texte zur Sterbestunde Jesu, so war ein musikalischer Gottesdienst in St. Jakobi am heutigen Karfreitag überschrieben. 

Begleitet wurde die Andacht von "Sonos Varius":

Birgit Beyer – Flöten, Violine, Gesang
Burkhard Bung – Cello
Katrin Gremmes – Gesang
Jacob Miseler – Gesang
Ulrike Miseler – Flöten, Gesang
Bernd Oelschlägel – Flügelhorn, Oboe, Gesang
Carsten Miseler – Piano, Trompete, Musikalische Leitung

Das Programm war eine Mischung aus der Musik zeitgenössischer Komponisten und Alter Musik. Instrumentalstücke von Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach wechselten mit Chorälen von Burghard Schloemann (1935) und Matthias Nagel (1958). Mehrstimmige Sätze moderner Kirchenmusik, die sich dennoch an alte Traditionen anlehnt.